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Während die Infektionskrankheiten weltweit ständig zunehmen, haben sich die Salmonellen-Erkrankungen in der Schweiz nach einem Höchststand 1992 kontinuierlich zurückgebildet – von fast 7'900 Fällen auf 1'915 Fälle im Jahr 2004.

Wenn es darum geht, das Wirtschaftsgeflügel gesund zu erhalten und vor Krankheiten zu schützen, geht die Schweiz eigene, äusserst erfolgreiche Wege.

Bei den anzeigepflichtigen Tierseuchen bestehen klare gesetzliche Vorschriften, welche Kontrollen und Quarantänebedingungen einzuhalten sind. So müssen beispielsweise Herden mit Salmonella enteritidis zwingend geschlachtet und die Ställe desinfiziert werden. Im Ausland dagegen dürfen Eier von Hennen, welche Träger von Salmonella enteridis sind, weiterhin in die Verkaufskanäle gebracht werden.

Problematischer wird’s bei den nicht anzeigepflichtigen Seuchen, und hier handelt die Schweizer Geflügelwirtschaft nach der Maxime: Vorbeugen ist besser als heilen. Das schweizerische Gesundheits- und Präventionskonzept ist darauf angelegt, die Tiere gar nicht erst mit Infektionsherden in Berührung kommen zu lassen. Dies wird erreicht, indem Elterntiere und Junghennen vor ihrer Einfuhr in die Schweiz während 5 Wochen tierärztlicher Überwachung gehalten und auf Krankheiten untersucht – und bei Bedarf nicht ins Land gelassen werden; oder indem man sich auf die Einfuhr von Eintagsküken beschränkt, die – wie schon der Name besagt – kaum in Kontakt gelangen konnten mit einem möglicherweise verseuchten Umfeld.

Vor allem aber: Die Schweiz verzichtet ganz bewusst auf Impfprogramme in grossem Stil, weil solche das Problem nicht lösen: Impfstoffe stellen eine Belastung der Tiere dar, eliminieren die betreffenden Tierkrankheiten nicht, sondern fördern im Gegenteil noch das Krankheitsaufkommen. Ausserdem: Haben sich gewisse Viren in einem Betrieb erst einmal eingenistet, bringt man die Ställe nicht mehr sauber – man ist dann zum fortgesetzten Impfen in grossem Stil gezwungen, ein Zurück gibt es nicht mehr.

Das schweizerische Gesundheits- und Präventionskonzept ist aus veterinärmedizinischer wie tierschutzethischer Sicht mustergültig und findet die Bewunderung des Auslandes.