Futter

Futter

Zum Fressen gern.

Obwohl Fütterung und Tränke in grossen Ställen automatisiert sind, gehört es zum Instinkt der Hennen, viel Zeit mit Futtersuchen zu verbringen. Dazu scharren sie am Boden. Die meisten Tiere können dafür den Aussenklimabereich und die Weide nutzen, aber auch im Stall ist deshalb Einstreu vorhanden. Wenn sie etwas gefunden haben, prüfen sie mit Bepicken, ob es fressbar ist. Der feine Tastsinn des Schnabels ist dabei wichtiger als der Seh- und der Geruchssinn.

Bunter Speisezettel.

Hühner fressen vor allem Mais, Weizen und Soja. Alles gentechfrei! Ein beachtlicher Teil stammt aus Nebenprodukten der Lebensmittelherstellung. Zum Beispiel Weizen, der die verlangte Backqualität nicht erreicht, und Sojaschrot, das bei der Produktion von Sojaöl entsteht. Hühner machen also aus «Abfallprodukten» ein wertvolles Lebensmittel.

Hoch effizient.

Die Legehenne ist einzigartig unter den Tieren, was das Verhältnis von Energieinput und -output betrifft: Sie pickt rund 120 Gramm Futter pro Tag und legt fast jeden Tag ein Ei von rund 60 Gramm. Kein anderes Tier setzt Futter so effizient in hochwertiges Protein um.

Zudem muss den Hühnern jederzeit Wasser zur Verfügung stehen. Eine Legehenne trinkt 2,5 bis 3 dl pro Tag.

Gut gemischt.

Nur bei bedarfsgerechter Fütterung  sind die Tiere gesund und leistungsfähig und liefern hochwertige Eier. Deshalb wird das Futter spezifisch zusammengesetzt, abhängig von Alter, Haltungsart und Leistung der Hennen.

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Gute Verdauung für gute Eier.

Futter für Hühner muss eine hohe Nährstoffkonzentration haben, weil sich die Verdauung des Huhns stark unterscheidet von der eines Säugetieres. Erstens hat das Huhn keine Zähne. Deshalb schluckt es das Futter ganz in den Kropf, wo es eingeweicht wird. Darauf wird es im Drüsenmagen mit Verdauungssäften durchsetzt und im Muskelmagen mithilfe von Magensteinchen zerkleinert. Zweitens ist der Darm wesentlich kürzer und damit auch die Verdauungszeit. Drittens können Hühner Ballaststoffe nicht verdauen.

Geschlossener Kreislauf.

Aufzüchter und Eierproduzenten sind wichtige Partner der Schweizer Getreidebauern. Futterweizen und Mais sind die Hauptbestande des Hühnerfutters. Hühner picken auch Brotweizen, der den qualitativen Anforderungen fürs Backen nicht genügt. Mischfutterwerke sorgen für eine optimale Futterzusammensetzung. Das ist nicht nur Basis für gesunde Tiere, sondern schont auch die Umwelt. Wenn die Hühner das Futter gut verwerten können, fällt weniger Dünger an.